MinaHarkness :: Was vom Tage übrig bleibt..

Tagebücher & Kolumnen :: Schreiben als Therapie. Forum für virtuelle Tagebücher und thematische Kolumnen. Nachdenken über sich selbst, Gott und die Welt. Selbstreflexionen, therapeutisches Schreiben, philosophisches Nachsinnen und persönliche Betrachtungen. Psychotherapie in Zeilen.

Tombstone
Beiträge: 101
Registriert: 11. Aug 2021, 17:26
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 35 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Tombstone »

Sehr schöne Photos und Texte. Mit Vampiren kann ich leider nichts anfangen.
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

Bisschen Gute-Laune-Pop. In der Hoffnung, mich wieder etwas aus dem Loch zu holen.



..
Ja, es mag sein, dass das was ich aktuell erlebe, sogar ein Zeichen meiner langsamen Genesung ist. Ansatzpunkt dessen, dass eine normale Emotionalität, die nicht mehr bestimmt ist von vollständiger Verdrängung, zu mir zurückkehrt. Die Frage ist, will ich das? Weil.. ich fühle mich schwach. Gott, das ist so ätzend! :ups: Ich fühle mich verletzlich, dünnhäutig, minderwertig, verzagt und nicht gut genug. Das ist doch Käse. Ich habe Angst und bin innerlich bleiern müde. Was bitte soll an solch einem Zustand erstrebenswert sein? Er ist emotional. Toll. Wenn das alles ist, dann verzichte ich gerne! Ich habe das Gefühl, dass ich mich nun einsargen lassen könnte, dass mein Leben gelaufen ist und ich so oder so nie gut genug sein werde, um noch dorthin zu gelangen, wohin ich mich so gerne träume. Ich fühle mich zu dumm, zu hässlich, zu minderbegabt und vielleicht fallen die Menschen, die ich mir da in meinem Traum zu Seite wünsche, auch vorher einfach tot um; schlichtweg weil das Leben eine gottverfluchte Bitch ist.

Dabei hat die gottverfluchte Bitch es in jüngerer Vergangenheit recht gut mit mir gemeint. Vielleicht auch "Es" selbst, was weiß ich? Aber ich fühle mich so, als wäre ich zur Zeit die dusseligste Trulla ever und mein Leben wäre gelaufen. So, als wäre ich zu dämlich die Schuhe zu binden. In meinem Hirn herrscht Testbild, in meinem Bauch sitzt irgendein heulendes Etwas und tut sich unerträglich leid; während ein anderer Teil von mir immer wütender wird, im Angesicht all dieses lächerlichen, selbst eingerührten Elends. Wenn das eine "gesunde Emotionalität" sein soll, dann lass mich wieder voll psychopathisch werden! BITTE! :shock: :roll: Jedenfalls verstehe ich jetzt besser, dass viele Depressive so fertig sind. Das ist ja kein Zustand. :kotz1:

..
:hdk:
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Mischa
PSYVO Team
Beiträge: 1245
Registriert: 18. Jul 2021, 22:51
Hat sich bedankt: 750 Mal
Danksagung erhalten: 876 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Mischa »

Wir haben alle unsere bescheidenen Tage Mina. Nur weil du im Normalfall alles automatisch wegdrückst, muss das nicht gesund sein. Deine wohl enormen Schmerzen, sind auch nur ein Hinweisschild, das dein Körper dir aufstellt. Du bist menschlich. Auch wenn es dir nicht gefallen sollte.

Gute Besserung! :flo:

Liebe Grüßles!
Mischa
There is a crack in everything, that's how the light gets in. (L. Cohen)
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

*höhö*

Extrem diskriminierend und extrem groovy. Politisch scheiß inkorrekt und megaprimitiv. Kurz: Dance it! :grin:

..



..

:aetsch:

Kommentar des Angebeteten: "Dein Körper badet das aus, was du da in deinem (mentalen) Gruselstübchen veranstaltest."

Wo er recht hat.

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

Jetzt verlasse ich den diskriminierenden Primitivmodus langsam wieder. In den hatte es mich kurzzeitig verschlagen, als ich das Empfinden bekam, dass selbst meine Hoffnungsträger nur eine mir selbst erstellte Illusion darstellen. Und selbst wenn, ich tauge nicht zum Nihilist. Ich wäre, ob meiner Verfasstheit zwar prädestiniert dafür; aber etwas in mir mag es nicht und erlebt es als derartig unbefriedigend, sich in einer Attitüde (denn nichts anderes wäre es) von Zynismus zu suhlen, dass ich innerlich blockiere. Ich bin eigentlich zu nett für eine Psychopathin. Nichtsdestotrotz habe ich diese Anteile in mir - aber eben auch die Anderen. Und die Prügeleien sind mitunter episch. Während sich innerlich dann alles schlägt, habe ich physisch solche Schmerzen, dass ich etwas gegen die Wand schlagen könnte; wahlweise meinen Schädel. Zum Glück bin ich dazu iaR zu vernünftig und kontrolliert.

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

Ohne weiteren Kommentar: Mundraub beim Angebeteten

"Das ist auch das Positive am Tod, dass man dann nicht mehr kann."


:rip:

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

Bild

..
Jemand wie ich, der fragt sich nicht, ob er ein schlechter Mensch ist. Der weiß, dass er einer ist. Allerdings bezieht sich das auf gängige Wertmaßstäbe. In einem Fall, wie meinem, in dem sich im Grunde das eigene Innenleben in einer Art und Weise reformierte, Lebensumstände bedingt reformieren musste, dass so gut wie nichts von den Werten übrig bleibt, die im Normalfalle angelegt werden, muss man selbst ran. Man hat keine Wahl, will man sich nicht in einem Vakuum verlieren.

..

Maligne Persönlichkeiten & deren vermeintliche Zerstörungswut

(Von Psychopathen, Narzissten, Dissozialen, Egomanen und anderen Unliebsamen.)

Es macht mich müde mittlerweile. So unendlich müde. All diese Schuldzuweisungen, Bewertungen, Abwertungen, (Vor)Verurteilungen, dieses vermeintliche Wissen um das Böse im Gegenüber. Mein "Böses" ist die Struktur des Psychopathischen. Menschen wie mir wird zugeschrieben, dass sie Vergnügen daran fänden, ihr Gegenüber emotional, seelisch und oft auch physisch auszubeuten, ja, regelrecht hinzurichten. Psychopathie impliziert immer auch Narzissmus, noch so eine Persönlichkeitsstruktur, der das Böse immanent zugeschrieben wird. Ich bin diagnostiziert, große Analyse, mit allem Zick und Zack. Ja, sie sind, was sie zu sein meinen. Herzlichen Glückwunsch, sie sind ein Monster.

Wieviel Ich steckt in dieser Wertung? Wieviel über meinen Schmerz? Wieviel darüber, wie ich wurde, was in einer solchen Diagnose manifestiert wurde? Wie sehr ich gekämpft habe, um wenigstens noch das zu sein und nicht vollkommen unter zu gehen? Wieviel Mensch ist in diesem zerstörungswütigen Monster noch erkennbar geblieben? Schaue ich mich um, innerhalb dieser um mich wissenden, bleiernen Müdigkeit, so weiß ich, dass das prinzipiell gleichgültig ist.

Es interessiert schlicht nicht mehr. Das Urteil ist bereits gesprochen. Ich kann mir den Rest, rein rational betrachtet, guten Gewissens (über das ich ohnehin nicht verfüge) sparen. Aber etwas in mir wehrt sich dagegen. Besteht darauf, dass ich in die Tasten greifen und ihm eine Stimme geben soll. Was im Geschäftsleben bereits angekommen scheint, zumindest partiell, umrissen im Prinzip der "Furchtlosen Dominanz", das ist im sozialen, privaten Umgang noch immer eine völlige Utopie. Man traut der malignen Struktur nicht zu, dass sie einen freien Willen haben könnte. Während man ihr einerseits das absolut willentliche Böse unterstellt, spricht man ihr im Gegenzug die freie, willentliche Entscheidung zur Gutartigkeit vollkommen ab. Frei nach dem Motto, dass ein Raubtier zwingend töten müsse, um zu überleben.

Ich bin aber kein reines Tier. Ich mag mehr von einem Predator in mir tragen, als ein Mensch, dessen emotionale Konstitution intakt ist, aber ich habe dennoch einen menschlichen Geist. Und der ist durchaus in der Lage ganz bewusst Entscheidungen zu treffen, Alternativen zu suchen und seine eigene Moral zu entwickeln, mag diese auch nicht mit gängigen Wertmaßstäben überein stimmen. Wer beurteilt eigentlich ob das nicht vielleicht doch so ist? Schließlich fragt in aller Regel von den Verurteilern niemand den Verurteilten, was der dazu zu sagen hat. Am Besten, man redet nicht mit "solchen Leuten" und "grenzt sich akribisch ab". So bleibt man sich fremd. Das Fremde ist suspekt. Die sozialen Raubtiere sind unter uns, man gebe acht und halte sich von ihnen fern.

Ich habe mich Jahrzehnte lang verleugnet, sogar vor mir selbst. Und ja, genau das führte dazu, dass ich zerstörerisch wurde und war. Weil ich mir das, was da passierte, nicht einmal selbst eingestehen konnte. Wer will denn schon "so sein"? Und dennoch trieb mich etwas in immer neuerliche Therapien, in denen ich mit den Therapeuten und Behandlern herumspielte, mich an ihren Versuchen ergötzte, zu erfassen, was sie da wirklich vor sich haben könnten. Und wie sie alle versagten. Wie ich sie zum Narren hielt und mein Gnadenbrot daraus extrahierte, das Gefühl der Überlegenheit. Ich zahlte dafür Unsummen. Und irgendwann, da wurde mir gewahr, wie teuer ich dieses Gnadenbrot bezahlte. Nicht nur monetär, auch menschlich. Ich bekam Diagnose um Diagnose, Etikett um Etikett. Wissend darum, dass dies alles nur das Ergebnis einer Theatervorstellung war, die ich virtuos lieferte, um das zu erhalten, von dem ich annahm, dass es das Maximale wäre, was mir noch erreichbar wäre - ein kümmerliches, zu teuer bezahltes Gnadenbrot.

Diese Erkenntnis führte dazu, dass ich damit aufhörte und begann dieses Dogma des maximal Erreichbaren zu hinterfragen. Das Etikett, das Schandmal, von dem ich wusste, dass ich es trug, infrage zu stellen. Mich zu hinterfragen und meine gesamte Konstitution. Und das eröffnete mir schließlich die Möglichkeit zum Durchbruch. Zu meiner eigenen Willensfreiheit und zu der Perspektive, die mich das Schreckliche als das erkennen ließ, was es schlussendlich ist; ein logischer und überwindbarer Zustand.

Was tut ein Psychopath, wenn er seine Beziehungspartner seelisch zerreißt? Was geschieht tatsächlich, wenn eine maligne Struktur seine Mitmenschen, die es zulassen, dass sie ihnen nahe kommt, in unendliche Dramen verwickelt? Nun, ein Raubtier muss fressen. Das weiß man doch, nicht wahr? Der Irrtum jedoch ist, dass das, was die maligne Struktur in den Dramen vorfindet, für sie genießbar wäre. Denn das ist es eben genau nicht und das führt erst zu diesen Endloswiederholungen. Es geht nicht um Genuss beim Fressen und somit auch nicht um Lust an der Zerstörung. Es geht um Hunger. Endlosen, gnadenlosen Hunger, der einfach nicht gestillt werden kann, egal in welche Extreme die Dramen und die Qual des Gegenüber, die die maligne Struktur nicht mitfühlen kann, gesteigert wird. Würde sie es mitfühlen können, wäre der Hunger gestillt. Ja, der Aggressor würde sich die Seele aus dem Leib kotzen, vor lauter überfressenem Ekel. So jedoch spielt sich im Prinzip das immer gleiche Drama ab, in wechselnden Settings und mit wechselnden Akteuren und entsprechend gelagerter Intensität.

Die maligne Struktur, die versucht in sich Emotion zu erzeugen, um den Hunger danach zu stillen, bearbeitet sein Gegenüber, in der Hoffnung, dass dieses ihm etwas zukommen lässt. Doch, ganz gleich, was das Gegenüber auch immer aufbietet an Zugewandtheit, diese kommt nicht an. Das Raubtier beißt stärker zu. Irgendwann muss doch Blut fließen, verdammt! Irgendwas, das nahrhaft ist. Doch nahrhaft ist nichts davon. Macht ein solches Wesen, ein Mensch, der emotional gar nicht satt werden kann, diese überaus frustrierende Erfahrung oft genug, dann wird er dazu übergehen, seine Befriedigung in anderen Belangen zu erreichen. Macht und Kontrolle sind solche Ausweichfelder, auf denen eine solche Struktur, gerade aufgrund ihrer Voraussetzungen, brillieren kann. Das schlägt sich in der Regel auch monetär nieder. Und somit erklärt sich auch, warum viele dieser Personen in höheren Positionen zu finden sind. Sie machen "das Beste" aus ihren Voraussetzungen. Das, was jeder andere Mensch auch tun würde und wofür im Normalfalle niemand verurteilt wird.

Sie zeigen Kompensationsverhalten. Ob bewusst oder unbewusst, das bleibt im Einzelfall dahingestellt. Sie kompensieren eine emotionale Behinderung. Eine Unfähigkeit. Indem sie auf anderen Sektoren Fähigkeiten entwickeln. Und diese Fähigkeiten schlagen sich dann mitunter in ihrem gesamten Leben nieder. Sie sind dann diese kontrollierenden, machtvollen, dominanten, erfolgreichen Personen und genau das zieht dann die Menschen an, die am Ende, wenn sie sich freudig diesen "erfolgreichen, starken, präsenten, tollen Menschen" als Beute angedient haben, am lautesten schreien. Sie wollten partizipieren und sind zutiefst empört, wenn sie indes diejenigen sind, an denen partizipiert wird. Leider immer erfolglos, denn genau dort liegt ja der Versagenspunkt der malignen Struktur, des Raubtiers, das dann, in letzter Endkonsequenz, genervt den tödlichen Biss setzt - und immer noch nicht satt wurde. Enttäuscht und achtlos lässt es die Beute fallen, von der es in der Regel nicht mehr weiß, wie viele vor ihr waren.

Selbst wenn das Raubtier nicht das Leid der Beute spürt (und sich deshalb, wider aller Behauptungen, auch nicht daran ergötzt), so ist es dennoch kein reines Tier, wie gesagt. Und es wird, wird es sich dieses endlosen, frustrierenden und sinnlosen Kreislaufes bewusst, zu (s)einer Entscheidungsfreiheit finden. Und dort stand ich vor einiger Zeit. Man erfasst was vor sich geht und fragt sich, wozu das gut sein soll? Außer um immer neuerliche Frustrationen (und Anklagen) zu erzeugen. Und man beschließt, dass einem das zu dumm ist. Dass es unter der eigenen Würde ist, sich fortgesetzt so zu verhalten. Man ist schließlich kein reines Tier. Im Erfassen und im Eingeständnis des eigenen Versagenspunktes, liegt der Schlüssel, um sich zu entscheiden, wie man dieses Versagen zukünftig zu kompensieren gedenkt. Und erst ab diesem Zeitpunkt - nicht vorher - wird man verantwortlich dafür. Je eher dieser Punkt erreicht wird, je leichter es einer solchen Person gemacht wird, (sich) zu erkennen und das was geschieht, um so eher wird dieser Punkt erreicht sein.

Schauen wir uns all diese Verurteilungen und Stigmatisierungen einmal im Licht und unter der Prämisse dieses Umstandes an. Wie "leicht" wird es einer malignen Struktur wohl fallen, sich einzugestehen, das quasi personifizierte Böse zu sein? Und nun erklärt sich womöglich die gesamte Destruktivität all dieser Anklagen, die nämlich genau das erhalten und befeuert, was sie anklagen. Die Selbstverleugnung der malignen Struktur. Und so lange diese von Bestand ist, so lange ist sie in diesem zerstörerischen Kreislauf konserviert und gefangen.

Oft erscheint im Kontext der vielen Erfahrungsberichte, der sich selbst als Opfer eines Psychopathen (Narzissten, Egomanen etc. pp. = maligne Persönlichkeitsstruktur) definierenden Personen, die eigentlich eher Anklageschriften gleichen, die Selbsteinschätzung, sich für besonders (hoch)sensibel, empathisch und feinsinnig zu halten. Und ebenso wird konstatiert, dass einen das besonders anfällig machen würde, für ein solches "soziales Raubtier". Nun, es macht einen nicht nur anfällig, es macht einen auch - logisch zwingend - besonders interessant für eine maligne Struktur. Zumindest so lange diese sich noch im Jagdmodus befindet und sich einbildet, sie müsse nur die perfekte Beute finden und verschlingen, dann würde sie endlich mal ordentlich satt. Denn nicht nur "die Beute" unterliegt einer Täuschung (dass sie diesen Menschen ändern, bzw. überhaupt erst einmal wirklich für sich gewinnen könnte), sondern auch das Raubtier selbst, das sich die Unmöglichkeit seines Unterfangens, des Stillens des Hungers über die Jagd, nicht eingestehen will.

Logisch schlüssig, ist es so, dass ein Wesen, das nach Emotionen jagt, Beute bevorzugen wird, die offensichtlich davon überfließt. Das erst weckt ja die Hoffnung, dass "dieser Happen" endlich mal groß genug sein könnte, um das bohrende innere Defizit, diese unerträgliche Langeweile und Ödnis, zum Schweigen zu bringen. Das "Opfer", beseelt von dem Wunsch, sich mit diesem sich so wunderschön darstellenden Menschen zu verbinden, am Besten in symbiotischer Verschmelzung (der "Mangel im Opfer"), bietet sich lasziv den scharfen Zähnen seines begehrten Objektes dar. Um dann in den höchsten Tönen zu schreien, beißt dieses doch tatsächlich zu. Und es wird nachsetzen darin, denn jetzt gibt es kein Halten mehr. Ist auch das Raubtier nur noch Marionette seiner Gier. Das ist im Grunde eigentlich bereits alles. Der gesamte Dramamechanismus, runtergebrochen auf einige Zeilen. So wenig und doch so viel. Wer ist jetzt "schuld" an der Misere? An dem, was so viele Menschen produziert, die sich als regelrecht zerstört erleben?

Gibt es überhaupt einen Schuldigen? Ich bin so geworden, wie ich bin, weil ich im recht frühen Kindesalter als Lovepet abgerichtet wurde, in vielen, überaus sadistischen Sessions. Uns Kindern wurde nicht gestattet zu dissoziieren, über Drogen und Reize wurden wir zurückgeholt, damit wir auch ja alles haarklein mitbekommen sollten. Zu jener Zeit spaltete sich meine Psyche in zwei Anteile auf. Einer davon war vollständig frei jeglicher (über rudimentäre Protoemotionen hinaus gehende) Emotion. Dieser Teil sicherte mein Überleben und auch die Funktion in den vielen darauf folgenden Jahren. Eigentlich war ich derartig tief traumatisiert, dass ich zu keinerlei normaler Lebensführung getaugt hätte. So jedoch, dank dieses Anteiles, der mich kontrollierte, wurde es mir möglich, ein relativ normales und sogar leidlich erfolgreiches Leben zu führen. Was bin ich jetzt? Täter? Opfer? Oder doch einfach nur Mensch? Einer, der dann "seine Moral" entworfen hat?

Eine, die immer im Werden ist. Mit jedem Fehler den ich mache und die meistens darin bestehen, Menschen als Objekte zu betrachten, weil ich das mit mir selbst auch tue. Denn so, wie ich in diesem Modus kein Mitgefühl für meine Mitmenschen habe, so habe ich es auch nicht für mich selbst. Immer wieder zurücktreten und mich fragen, ob ich zu weit gehe? Ob ich etwas tue, das mein Gegenüber in eine Abhängigkeit bringen könnte? Ob ich manipulativ werde, "es" mit mir durchgeht? Ob mein Gegenüber im Bilde ist, worauf es sich u. U. einlässt und das wissentlich und willentlich tut? Ob ich zubeißen "muss", bietet sich mir etwas so verlockend zum Fraße dar? Ob es das "mir wert" ist? Ob ich noch immer ein Raubtier bin?

Ja, bin ich. Und werde es immer sein. Aber ich werde immer mehr eines, das sich mit tiefem, bedauerndem Brummen abwendet, liegt ein besonders saftiger Happen auf seinem Weg. Und neuerdings, kann ich sogar beginnen, zu schauen, was diesem liegenden Happen wieder auf die Beine helfen könnte, damit er sich dorthin wenden kann, wo nicht, wie bei mir, nur der Fraß auf ihn warten würde. Ich kann mich entscheiden. Ich habe andere Wege gefunden mich zu erfüllen, als über "normale Emotionen", die mir in dieser Form einfach nicht gegeben sind. Da kann ich mich auf den Kopf stellen, das ändert gar nichts. Ob ich sie gerne hätte? Oh ja - denn ich erinnere mich. Auch wenn es so unendlich lange her ist. Ich war ein kleines Mädchen und ich war so unglaublich voll davon, dass ich alle Menschen um mich her noch damit überschütten konnte.

Ich bin nicht von Geburt an "blind". Das macht es irgendwie noch etwas schlimmer. Aber es ist okay.

Schön wäre, wenn man den Menschen auch sähe. Nicht nur das Raubtier.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

Trent Reznor, für mich noch immer der Godfather des Industrial.



:soswe:

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Fiou
Beiträge: 351
Registriert: 29. Aug 2021, 15:25
Hat sich bedankt: 467 Mal
Danksagung erhalten: 512 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Fiou »

Kuchenkrümel und nur Zeit heute für mich.

Jetzt habe ich erst gesehen, das ist dein Tagebuch, sorry hab ich übersehen.
Benutzeravatar
Inmymind
Beiträge: 89
Registriert: 4. Aug 2021, 14:21
Hat sich bedankt: 19 Mal
Danksagung erhalten: 77 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Inmymind »

...
Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer.
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

???

Öhm..
irgendwas schief gegangen, Inmymind?

Fiou hat geschrieben: 29. Aug 2021, 16:04 Kuchenkrümel und nur Zeit heute für mich.

Jetzt habe ich erst gesehen, das ist dein Tagebuch, sorry hab ich übersehen.
Das ist kein Problem. Mach Dir gerne ein Eigenes auf, wenn Du magst.

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Fiou
Beiträge: 351
Registriert: 29. Aug 2021, 15:25
Hat sich bedankt: 467 Mal
Danksagung erhalten: 512 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Fiou »

Danke Mina, das werde ich sicher auch noch machen
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..



..
Der Herr und Meister ist in der alten Heimat, zieht seinen Umzug durch und wickelt die Reste seines alten Lebens ab. Die neue Bleibe ist so gut wie fertig. Ein paar Kleinigkeiten im Außenbereich, ansonsten ist alles fertig. Ein Traum von romantischem, sehr französischem Idyll. Wenn er etwas macht dann richtig. Er hat ein unheimliches Gespür für so etwas, wie ich nun feststellen durfte. Hat uns "unsere Burg" gebaut und die ist tatsächlich perfekt geworden. Sehr bald schon sind wir dann auch Herr und Frau X, er hat ausgesehen wie ein Kater, der die größte Maus seines Lebens verspeist hat, als ich schlussendlich alles abgenickt habe. Fast habe ich auf das zufriedene Bäuerchen gewartet. Er bekommt was er will - immer. Manchmal dauert es eben etwas länger. Er trägt es mit Fassung. Und ich, die ich Stein und Bein geschworen hätte, dass ich niemals unter der Haube landen würde, ich bin irgendwie glücklich; weil es sich richtig anfühlt. Es hat noch nie jemand so viel für mich getan. Es ist mir komplett gleich was in irgendwelchen Diagnoseakten steht. Bei mir steht doch genau der gleiche Mist.

Das Leben interessiert sich nicht dafür, wie es zu sein hätte. Es ist einfach wie es ist. Ich werde nicht nur einen tollen Mann heiraten, sondern meinen engsten Vertrauten und besten Freund. Im Grunde meinen einzigen wirklich engen Vertrauten und Freund. Weil er der Einzige ist, den ich auf Dauer in meiner Nähe ertrage. Weil er mich versteht und Distanz wahrt, auch in der totalen Nähe. Wir sind uns in mancherlei Hinsicht fast schon unheimlich ähnlich. Und in anderen Belangen sind wir zwei getrennte Universen, können uns aber gegenseitig besuchen in unseren Untiefen. Ich hätte nie gedacht, dass mein Leben noch einmal so werden würde. So - fast unfassbar - gut.

Und dieser kleine Ort hier, der vor sich hin wächst, der freut mich einfach nur. Danke Euch Allen! Danke dass Ihr hier seid! :flo:

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

Es gibt einen Unterschied zwischen selbstbewusster (extrem sexy) Emanze und krampfigem Feminismus. DAS Sinnbild dafür ist sie hier:

..



..

52 Jahre und bildschön - absolut genial! :soswe:

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

Frau zu sein hat Vorteile. Das ist so. Selbstbewusst angewendet sind weibliche Attribute eine Eintrittstür. Man kann sich auf sein Äußeres reduziert fühlen oder man nutzt es (u. U. um viel Geld zu verdienen). Man kann sich als Frau entmündigt fühlen oder man perfektioniert das Kindchenschema, gibt sich bedürftig und schickt den Kerl mit treudoofem Augenaufschlag ins Lalaland, wo er artig und mit Begeisterung funktioniert. Ich, als Frau, die ohne Skrupel damit arbeitet, kann den Frust der Männer durchaus verstehen. Waren sie sowieso bereits in der Situation, dass Frauen sie recht problemlos manipulieren konnten, indem sie, waren sie selbstbewusst und auch nur leidlich attraktiv, das Gentlemengen im Normexemplar spielen konnten wie eine Klaviatur, gibt es nun die nächste Generation, die nicht mehr spielerisch agiert und Mann erzieht, indem sie seiner Männlichkeit schmeichelt (und er sich in Folge krumm legt - mit Begeisterung, bei korrekt verpasster Dosis, wobei dann alle Beteiligten ihren Spaß haben), sondern die ihrerseits Unterordnung verlangt. Um sich dann am Ende doch denen zu zu wenden, die noch nicht zum Neutrum domestiziert wurden.

Was soll der arme Kerl denn sonst noch alles leisten? Ich mag Männer. Also old school Männer. Richtig dominante Exemplare, die zwischendurch so arschig, selbstgefällig und überheblich sind, dass einem schier der Atem stockt. Dass frau aufpassen muss, dass ihr, ob so viel geballter, blasierter, herrschsüchtiger Männlichkeit, nicht die Gesichtszüge entgleisen. Diese Art Männer sind so herrlich dazu geeignet sich selbst zu beweisen. Und sie sind sexy, weil sie wirken wie eine Festung, die es einzunehmen gilt. Frau ist auch Jägerin. Für mich sind das keine Aggressoren, sondern wandelnde Herausforderungen. Oh, Herr X, natürlich bin ich ihnen zu Willen (und bete sie wunschgemäß an)! Und wenn ich mit ihnen fertig bin, dann sie mir / mich. (Das denkt frau sich natürlich nur. ;-)) Das ist ein Spiel, ein uraltes - und ich mag es. Gockel packt man bei der Eitelkeit, das ist ein Naturgesetz. Und Gockel sind die Dominanten meistens. :hea:

In einer, mitunter in teuren Zwirn gehüllten Brust, schlägt nur all zu oft das Herz eines sich nach Bestätigung sehnenden Jungen, der sich als Meister seines Lebens zu fühlen ersehnt. Gibt ihm, was er sich wünscht - und du bekommst was du willst. Männer sind viel anfälliger für Komplimente als Frauen, wenn sie subtil / intelligent sind. Sie sind viel anfälliger für kleine, nebenbei erfolgende Gesten und Wohlgefälligkeiten. Sie sind ausgehungert danach, auf einem Parkett, auf dem das unüblich ist und das oft genug nur Ellenbogen kennt. Mit der richtigen Rhetorik, gekoppelt mit einer gepflegten Optik, kann man so ziemlich jeden Mann in Brand setzen, hat man erst einmal eruiert, wo dieser seine versteckten Schwachstellen sitzen hat. (Mitunter lässt Frau sich gekonnt retten, während der Galan ihr rettungslos verfällt.) Seine verborgenen Wünsche, die ihm oft selbst nicht einmal bewusst sind. Das funktioniert als Frau auch bedingt bei Frauen. Aber in heterosexuellen Konstellationen ist die Kombination Frau / Mann die Günstigste für so etwas. Dann zündet man ihn / sie an und am Ende ist es sogar egal wie man selbst aussieht. Es wird schlicht gleichgültig. Ist man nicht hässlich wie die Nacht und das ist wirklich so gut wie niemand, hat man den Betreffenden am Haken, weil er / sie mehr will. Und seit es das Internet gibt, ist das tatsächlich ein Kinderspiel geworden.

Dazu braucht es keinen Feminismus. Und auch keine Manosphere. Dazu braucht es Selbstvertrauen und ein Gespür fürs Gegenüber. Ich fürchte, mittlerweile ist das in all dem ideologisch unterfüttertem Dogmatismus bezüglich dessen, wie die Welt idealerweise zu sein hätte, den allermeisten Menschen abhanden gekommen; was vieles erklären würde. Das Spielerische, dieses wunderbare erotische Spielerische, es stirbt immer mehr aus. Ein altmodischer, gestelzter Liebesbrief, in dem nicht ein unanständiges Wort steht, kann deutlich erotischer sein, als all dieses nackte Fleisch, was heute als Gegenmodell zur neuen Prüderie fungiert. Ich hätte gerne Ende des 18ten Jahrhunderts gelebt. Das ist es, womit man mich entzünden kann. Altmodische, subtil intime Briefe / Zeilen und intelligente Dominanz. Ich bin völlig antiquiert, fürchte ich. Wie gut, dass mein Angebeteter es ebenfalls ist. Gemeinsam aus der Zeit gefallen.

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

Tja. Irgendwie haben die Amis das mit der Emanzipation optisch und musikalisch deutlich besser drauf als die hiesigen Vertreterinnen:

..



..

Schöne Frauen gucke ich mir doch auch immer gerne an und fahre ein bisschen Kopfkino. :holy:

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Venom
PSYVO Team
Beiträge: 231
Registriert: 3. Sep 2021, 11:49
Hat sich bedankt: 61 Mal
Danksagung erhalten: 127 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Venom »

Hallo Mina, ich habe einen Blick riskiert, nach dem Verweis auf dein Tagebuch. Ich habe vieles von mir wiederfinden können. Einiges würde ich gerne näher hinterfragen. Ich möchte anmerken, dass mich an manchen Stellen ein leiser Anflug von Bedauern überkam, zu lesen, dass die Position des von dir „Angebeteten“ bereits exklusiv belegt zu sein scheint. Aber selten nur, sind Dinge in Stein gemeißelt. Kleiner Scherz. Oder auch nicht. Lassen wir es offen.

Grüsse, Venom
Nicht die Tugend fordert man von uns, sondern nur ihre Maske.
Wenn wir uns zu verstellen wissen, so ist man zufrieden.
- François, Comte de Sade -
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..
Venom hat geschrieben: 4. Sep 2021, 13:55 Einiges würde ich gerne näher hinterfragen.
Fühl Dich frei, Venom.

LG Mina
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Tombstone
Beiträge: 101
Registriert: 11. Aug 2021, 17:26
Hat sich bedankt: 14 Mal
Danksagung erhalten: 35 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Tombstone »

Lopez sieht wie meine Chefin aus. Ein paar Jahre jünger. Ja, was vom Tage übrig bleibt.
Benutzeravatar
Mischa
PSYVO Team
Beiträge: 1245
Registriert: 18. Jul 2021, 22:51
Hat sich bedankt: 750 Mal
Danksagung erhalten: 876 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Mischa »

Du kennst mich Mina. Ich komme mir auch altmodisch vor, wenn ich mir das anschaue, was aus ehemals guten Ansätzen geworden ist. Mir ist das alles viel zu viel. Manchmal denke ich bei mir, dass das alles an einen Wettbewerb erinnert, wer die taffste, unabhängigste, gebildetste, höchstdotierteste, was auch immer Tante ist.

Mir tun die jungen Mädels in gewisser Weise leid. Die haben kaum noch was Anderes zu tun, als sich dauerzuvergleichen. Fratzebuch und Konsorten sei Dank. Dabei kann man doch nur noch ausbrennen. Und zum Schluss sind alle verbiestert, frustriert und fühlen sich gescheitert. Triff auf die männlichen Vertreter ebenso zu.

Ich möchte heute nicht mehr jung sein. Das ist viel stressiger als noch vor zwanzig dreißig Jahren. Ständig daddeln die Leute am Handy, bekommen zig Nachrichten am Tag. Ich bin schon überfordert, wenn ich mehr als ein paar kurze Mails die Woche beantworten muss.

Läuft ja alles online heute, selbst der Kaminkehrer. Es stimmt wirklich, ich bin (fühle mich) zu alt für diesen Scheiß. :? Und @ Venom >>> :wc1: Scherzender Schwerenöter, was? :hea:

Liebes Grüßle!
Mischa
There is a crack in everything, that's how the light gets in. (L. Cohen)
Benutzeravatar
Venom
PSYVO Team
Beiträge: 231
Registriert: 3. Sep 2021, 11:49
Hat sich bedankt: 61 Mal
Danksagung erhalten: 127 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Venom »

MinaHarkness hat geschrieben: 4. Sep 2021, 14:02 Fühl Dich frei, Venom.
LG Mina
Danke Mina. Was mir u. a. ins Auge fiel, ist der Umstand, dass du scheinbar davon ausgehst, dass Liebe eher ein Akt des Willens wäre, als einer des Gefühls. Im Angesicht dessen, drängt sich mir die Frage auf, was für dich den Unterschied macht? Damit meine ich, was für dich die Kriterien sind, eine Person lieben zu wollen und eine andere nicht?

Im Allgemeinen wird doch oft darüber schwadroniert, dass Liebe so etwas wäre, wie eine Form von Heimsuchung, die einen ereilen würde. Gefühle, gegen die man sich nicht wehren könnte. Nun kommst du und sagst nicht nur, dass es weniger Gefühle wären, sondern Wille, der sich auch noch lenken ließe. Ganz so, als würde ich entscheiden, ob ich heute die rote oder die schwarze Krawatte anlege. Oder habe ich dich missverstanden?

Grüsse, Venom
Nicht die Tugend fordert man von uns, sondern nur ihre Maske.
Wenn wir uns zu verstellen wissen, so ist man zufrieden.
- François, Comte de Sade -
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..



..
..

Ich komme wieder in eine asoziale Phase. Diesmal ist es anders. Es erscheint als würde ich mich wieder spalten. Dennoch bleibe ich ganz. War es vormals eine Art von Auseinanderfallen, die mich gänzlich zerriss, so ist es jetzt, als bliebe die Außenhülle des Selbst intakt, während sich innerlich die Kräfte in zwei Teile zerlegen. Da ist das Dunkel, dieser Ozean aus Hass. Und da ist dieses Boot, in dem mein aus Fragmenten erschaffenes Ich ihn befährt und die Person stellt, die ich nach außen darstelle. Und nun trennt sich das Boot. Erhebt sich über dieses schwarze Wasser in mir, als mutiere es zum Luftschiff, bekäme den Auftrieb, sich darüber zu erheben und mich wohin zu tragen, wo ich noch nicht war.

Aber ich will alleine sein in diesem neuen Luftschiff. Unter mit tobt der Ozean vor Hass über diese Illoyalität, dass ich den Versuch wage, ihn zurück zu lassen. Unter mir, hinter mir; dennoch stets in mir. So viel geballter, mitunter in stürmischen Wellen wütender Hass. Mach es gut Du Moloch aus Dunkelheit, ich lerne fliegen. Eigentlich, nein, mach es nicht gut. Fick dich. Fick dich einfach! Ich habe die Nase voll von Dir. So wie von allem und jedem. Ich bin allein. Hier drin. Ganz allein. Und ich tanze, mitten in dieser Höhe aus abgehobener Selbstgefälligkeit.

Gleich werde ich die Rappelkisten mal ganz ausmachen und putzen. Das erdet. Besonders das Klo. :ups: Bevor ich in die völlige Megalomanie abdrifte.

..

Venom..
ich habe ein seltsames Erleben, wenn ich Dich lese und bin mir nicht schlüssig, ob es klug wäre, mit Dir über Liebe zu sprechen. Wenn Du auch nur ein wenig bist, wie ich selbst es bin, und ich nehme Dir das durchaus ab, dann wirst Du sehr genau wissen, worauf sich meine Bedenken beziehen. Natürlich ist es überaus reizvoll, sich auf eine kleine gedankliche Odyssee zu begeben, mit jemandem, der einem scheinbar so sehr ähnelt. Ich denke über die Antwort nach, die ich definitiv irgendwann nachreichen werde. Vermutlich als private Nachricht, wenn mir danach ist. Es ist keine Frage des Ob, sondern des Wie. Gib mir etwas (Beobachtungs)Zeit das zu entscheiden.

HG Mina
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Mischa
PSYVO Team
Beiträge: 1245
Registriert: 18. Jul 2021, 22:51
Hat sich bedankt: 750 Mal
Danksagung erhalten: 876 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Mischa »

Ich wünsche dir Mina, dass du wohlbehalten landest. :hdl: In manchen Situationen ist das Putzen eine gute Sache. Ich bin im Anschluss oft ruhiger und fühle mich wieder besser im Leben verankert. Die Schreiberei im Netz (und nicht nur da, sondern generell,) ist in einer gewissen Form abgehoben und bringt einen dazu, dem innerlich zu folgen. Ui, Schwurbelalarm. :hea: Irgendwie stimmt's aber.

Ich merke das bei mir selbst. Man schreibt so vor sich hin und landet in einer komischen Blase aus Gedanken und einer Art dumpfem Gefühl, wie abgetrennt von normalen Leben. Das mag ich immer weniger und versuche mich loszueisen. Wenn ich dann hier im Haus ein bisschen was getan habe, stehe ich wieder fest auf dem Boden.

Jetzt nichts gegen dich @ Venom, aber du bist hier doch gerade erst gelandet. Der Hauptgang kommt nach der Vorspeise. :aetsch:

Grüßerle!
Mischa
There is a crack in everything, that's how the light gets in. (L. Cohen)
Benutzeravatar
Venom
PSYVO Team
Beiträge: 231
Registriert: 3. Sep 2021, 11:49
Hat sich bedankt: 61 Mal
Danksagung erhalten: 127 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Venom »

Hallo Mina, dafür habe ich Verständnis. Auch wenn ich kein geduldiger Typ bin. Das dürfte dich nicht verwundern. Mir ist dieses Thema ein ziemlich dringliches Anliegen, wie du wohl, anhand der Ausführungen im anderen Thema, bereits erahnst. Es handelt sich dabei um eine Art Mysterium für mich, mit dem ich mich lange schon auseinandersetze, in der Hoffnung, dass das, was ich mir darunter vorstelle, sich schlussendlich nicht als Utopie erweisen wird. Bisher sieht es leider so aus.

Die Idee, die u. a. dazu führte, mich etwas offensiver zu zeigen, ist die, dass ein ähnlich gelagertes Wesen vielleicht mehr darüber wissen könnte, als mir bisher zugänglich ist. Oder es sogar ähnlich erleben könnte. Es liest sich stellenweise so. Hier zum Beispiel. Die fundamentale Fragestellung, in diesem speziellen Zusammenhang, wäre für mich, wer von beiden den Anfang machen müsste, bzw. könnte? Weil ich nun bereits als Schwerenöter gehandelt werde, der die Etikette ignoriert, bin ich guter Dinge. Wie heißt es so schön? Ist der Ruf erst ruiniert... :hea:

Grüsse, Venom
Nicht die Tugend fordert man von uns, sondern nur ihre Maske.
Wenn wir uns zu verstellen wissen, so ist man zufrieden.
- François, Comte de Sade -
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

Ach ja. Für S. in Memoriam:



..

Jetzt geht es mir besser. Danke Mischa! :flo: Wir hören uns dann.

..
*seufz*

Venom..
bist Du mir gram, wenn ich schreibe, das war exakt die Reaktion, die ich erwartet habe? Berechenbar zu sein, ist etwas, das mich an mir selbst stört. Ich fürchte indes, Du wirst diese Reaktion von mir ebenso erwarten. Okay, was solls.
Mir ist dieses Thema ein ziemlich dringliches Anliegen, wie du wohl, anhand der Ausführungen im anderen Thema, bereits erahnst.
Ja, sicherlich. Es war nicht zu überlesen. Ich nehme an, Du assoziiert mit der Auflösung dieser Blockade, auch die, die mit Deiner Wut korreliert. Mir ist auch völlig klar, was Du willst. Das ist indes schwierig, sehr schwierig um genau zu sein. Es kommt sehr wesentlich darauf an, wie reflektiert Du selbst bist. Nicht nur Dein Verhalten, sondern auch Deine Innenwelt betreffend. Es ist nicht möglich, jemanden so ohne Weiteres mit zu nehmen, indem man ihn mit zieht. Zumal wenn der sich womöglich noch wehrt. Zwei solche Personen können sich zerfleischen, sind sie erst einmal eng genug ineinander verkrallt und stecken gemeinsam fest. Und Du läufst Gefahr gefährlich zu werden und zwar ganz konkret. Wenn Du erst einmal "weit genug drin" bist und dann wirft man Dich raus, dann reicht der Wald nicht mehr; da bin ich verdammt sicher.

Ich kenne die Sehnsucht nach Rettung in der Rettungslosigkeit. Und ich erkenne sie, wenn ich sie sehe. Aber, so einfach funktioniert das nicht. Wäre es so einfach, wäre es gar kein Problem. Und ich kann Dir nicht sagen, wie Du Dein Problem lösen kannst. Ich kann höchstens mit Dir darüber nachdenken, was Du tun könntest, um dem näher zu kommen. Ob wir das nun hier tun oder in Deinem Thema, mir wäre Deines lieber. Oder Du eröffnest Dir ebenfalls ein Tagebuch. Oder ein Thema zur Liebe. Fühl Dich frei, das sagte ich bereits.
Es handelt sich dabei um eine Art Mysterium für mich, mit dem ich mich lange schon auseinandersetze, in der Hoffnung, dass das, was ich mir darunter vorstelle, sich schlussendlich nicht als Utopie erweisen wird. Bisher sieht es leider so aus.
Nein. Ist es nicht. Das kann ich Dir aus Erfahrung sagen. Aber es braucht ganz bestimmte Voraussetzungen dazu. Und das Wichtigste ist, dass BEIDE es wollen. Dazu musst Du Dein Gegenüber darüber in Kenntnis setzen, worum es tatsächlich geht. (Du muss es selbst wissen und klar artikulieren können.) Und Du muss das so rüberbringen, dass Du auch verstanden wirst. Dass Dein Gegenüber die gleiche Vision davon erhält und sich bewusst entscheiden kann ob sie das mitgehen will (und kann). Du willst jemanden der Dir ganz gehört. Dazu musst Du selbst bereit sein, jemandem ganz zu gehören. Und um jemandem ganz zu gehören, musst Du erst einmal Dir selbst ganz gehören. (Oder zumindest in weiten Teilen. Den Rest macht man dann zusammen.) Tust Du das? Ich würde sagen, aktuell, nein.

HG Mina
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Venom
PSYVO Team
Beiträge: 231
Registriert: 3. Sep 2021, 11:49
Hat sich bedankt: 61 Mal
Danksagung erhalten: 127 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Venom »

Ich danke dir, Mina. Über Berechenbarkeit müssen wir nicht weiter reden, die ist auf einer bestimmten gedanklichen Ebene immer vorhanden. Ich lebe gut davon und damit, dass Menschen für mich berechenbar sind. Und es würde mich nicht wundern, wenn das bei dir ebenso der Fall wäre. Eigentlich bin ich sicher, dass es so ist. Wie von dir angeregt, werde ich ein Tagebuch eröffnen, du findest es dann schon. Die vielen Fragen, die sich für mich nun aus deiner Antwort ergeben haben, werde ich dort stellen. Ich brauchte eine Form der Einlassung. Es freut mich, dass du dich bereitwillig zeigst. Meine Befürchtung war, dass „der Angebetete“ dem im Wege stehen könnte. Diese Sorge bin ich also los. Eine angenehme Nacht noch.

Grüsse, Venom
Nicht die Tugend fordert man von uns, sondern nur ihre Maske.
Wenn wir uns zu verstellen wissen, so ist man zufrieden.
- François, Comte de Sade -
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..



..
Innere Dämme sind oft tückisch, weil sie im Nebel verborgen sind. Einem Nebel aus Alltagsfunktion, Routine, Selbstsicherheit bis Überheblichkeit ("unser Metier", mein neuer Freund ;-)) und der gnädigen Tunnelblickmentalität, die man sich mit den Jahren eben so aneignet. Man meint, einer Hölle zu entrinnen, würde deren Dämonen in ihrem Moloch zurück lassen; doch weit gefehlt, sie leben längst in uns. Sie wurden Teile unseres Selbst, das in dieser Hölle von ihr penetriert wurde, in einem Akt der Vergewaltigung; und ihr Unrat ergoss sich mitten in uns hinein. Diese Vergewaltigung muss sich nicht körperlich manifestieren, nichtsdestotrotz sie es oft tut, sie erfolgt ebenfalls auf einer weitaus fürchterlicheren Ebene, der Spirituellen. Aus dem Hell in uns wird Dunkel, aus Unschuld erwächst die unstillbare Gier, diese wieder herstellen oder zumindest auslöschen zu wollen. Wir mögen den Moloch zurücklassen, nun sind wir es selbst, die ihn, lebend ins uns, in die Welt hinaus tragen. In uns lebt das Böse. Das ist so. Legt man die übliche Definition davon an, so sind wir verseucht. Infiziert mit einem Virus, der das Schöne in das Schreckliche wandelt; das ist die aus der Infektion erwachsende Krankheit.

Und "solche wie wir", wir finden nicht das Wohlgefühl auf den sonnig warmen Weiden der Schafe, wir finden es im Dunkel, dort, wo das lebt, dem wir uns verbunden fühlen. Dem Abseitigen, dem Verpönten, Geächteten, Verleugnetem, Unanständigem, Schmutzigem, Regeln Brechendem. Wir sind wie die tanzenden Dämonen bei Hieronymus Bosch. Wenn es diesen Gott geben sollte, in dieser Form, wie so viele religiöse Gemeinschaften ihn zu propagieren pflegen, so hat er uns zu Vertretern der Hölle bestimmt, die in seinem großen Plan die Foltermeister stellen, die die Seelen läutern. Und - mitten darin - uns selbst. Festzustellen, was man ist und wovon man bestimmt wird, besonders in Fällen, in denen sich kein Engel (und selbst ein jeder dieser, ist schrecklich .. auf seine Art - das wusste bereits Rilke) am Grunde des Brunnens findet, sondern ein fauchender Dämon, das lässt die Dämme in ihren Nebeln erzittern. Erste Risse beginnen sich zu zeigen und Rinnsale schwarzen, hasserfüllten Wassers beginnen sich Wege zu erschließen. Bis man knietief darin steht und die Säure dieses Wassers zu spüren beginnt. Und hinter den Dämmen, dort ist ein Ozean davon gefangen. Der Hass, darüber, dass man sein muss, was man ist.

Wenn sie brechen, wird man ihn befahren können, diesen Ozean. Mit einem kleinen Schiff. Dieses Schiff ist das Einzige, was uns vom Wasser trennt. Aber vorher wird das Wasser uns so lange überfluten und uns den Atem rauben, bis wir verstanden haben, dass wir schwimmen können. Erst damit wird ein Boot möglich. Mit dieser Erkenntnis, wie und was wir sind. Und was alleine dieses Boot entstehen lassen kann. Die unbedingte Annahme, dessen was ist. Akzeptanz. Vollkommene, radikale Selbstannahme. Anderenfalls werden wir ertrinken darin. Wir werden die Dämonen, die in Fußgängerzonen Leute überfahren oder abstechen. Die aus dem Hinterhalt auf Personen schießen oder als gruselige Extremverbrechen in die Annalen der Geschichte eingehen. Als grausame Herrscher oder größenwahnsinnige Völkermörder.

Es ist immer gut, zu wissen, auf welcher Seite man sich findet, besonders dann, wenn sie einem bestimmt wurde. Auch wenn das erst einmal bedeutet, sein Selbstbild völlig reformieren zu müssen. Und auch das seiner Wünsche und Begehren. Das, was man braucht, das ist kein Gras, das ist der Schlamm des tiefsten Grundes, aus dem unsere Wahrheit erst erwächst. Und damit die Wahlmöglichkeit. Erst das Bewusstsein bringt diese Wahl, bringt dieses Wissen, das Wahlmöglichkeiten erschafft. Mitten in all diesem Hass, liegt die höchstpersönliche Wahrheit, darüber, wer wir wirklich sein wollen (sein können, können solche wie wir so ziemlich alles). Wir sind die bisher besten Lügner, die die Evolution je hervorbrachte. Auch uns selbst gegenüber. Dieser Umstand ist das Prinzip des Satans, des Herrschers dieser Hölle - die Selbstlüge. Wenn Du die Selbstlüge besiegst, besiegst Du das Prinzip und erlangst das, was dem Himmel zugeordnet wurde. Frieden. Mitten in (D)einer höllischen Welt.
..

>>>[Externer Link : bitte anmelden]<<<

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Venom
PSYVO Team
Beiträge: 231
Registriert: 3. Sep 2021, 11:49
Hat sich bedankt: 61 Mal
Danksagung erhalten: 127 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Venom »

MinaHarkness hat geschrieben: 7. Sep 2021, 23:39 Dem Abseitigen, dem Verpönten, Geächteten, Verleugnetem, Unanständigem, Schmutzigem, Regeln Brechendem. Das, was man braucht, das ist kein Gras, das ist der Schlamm des tiefsten Grundes, aus dem unsere Wahrheit erst erwächst.
Und wir suchen es im Anderen. Wolltest du mir das damit sagen? Mal abgesehen von der Selbstlüge.

Ich hätte dich jetzt gerne direkt vor mir.
Nicht die Tugend fordert man von uns, sondern nur ihre Maske.
Wenn wir uns zu verstellen wissen, so ist man zufrieden.
- François, Comte de Sade -
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

Ja. Genau das wollte ich. Ich Dich auch.

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Benutzeravatar
Marina
PSYVO Team
Beiträge: 4135
Registriert: 19. Jul 2021, 00:57
Hat sich bedankt: 2143 Mal
Danksagung erhalten: 2109 Mal

Re: Was vom Tage übrig bleibt..

Beitrag von Marina »

..

And now for something completely different..
Katergorie - Mundraub beim Angebeteten.

Setting: Wir lesen im Forum und unterhalten uns über einen Thread (Darm und Psyche). Der Gebieter hält inne, schaut nachdenklich vor sich hin und dann: "Analyse sparen wir uns jetzt, sie gehen erst mal richtig kacken."

Ich konnte nicht mehr. Alarm im Darm. :grin:

..
Dies über alles: Dir selbst sei treu!
Gesperrt